Die ersten Österreicher in Nordamerika – die ersten Nordamerikaner in Wien (Öffentlich)

16 Okt 2018
16:45 - 17:30
Weltmuseum Wien - Heldenplatz, 1010 Wien

Die ersten Österreicher in Nordamerika – die ersten Nordamerikaner in Wien (Öffentlich)

Wie so viele andere ethnographische Museen auf der Welt muss sich auch das Weltmuseum Wien mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, um seine Zukunft zu gestalten. Denn was man in unseren Sälen bestaunen kann, wurde im Laufe der letzten Jahrhunderte manchmal unter fragwürdigen Bedingungen zusammengetragen. Deshalb suchen wir den offenen Dialog, sind selbstkritisch und verstehen uns als Forum, in dem möglichst viele Stimmen Gehör finden sollen. Dabei immer im Fokus: unser Publikum.

 

Die ersten Österreicher in Nordamerika – die ersten Nordamerikaner in Wien

Diese CoolTour beschäftigt sich mit österreichischen Sammlern in Nordamerika und den von ihnen mit nach Hause gebrachten Objekten und Geschichten, die das Bild über „die Indianer“ nachhaltig prägten. Außerdem widmen wir uns den Aufenthalten von Erstamerikanern in Österreich im Rahmen sogenannter „Indianerschauen“. Diese Darstellung indianischer Kulturen entsprachen einem Abbild europäischer Klischees zu „unzivilisierten“ Indianern und wirken heute noch nach.

Mehr Informationen zur Schausammlung:

Die Nomaden- und Reiterkulturen der Großen Grasebenen Nordamerikas wurden im Laufe der Zeit zu einem Arche- sowie Stereotyp der „American Indians“: hoch zu Ross, kriegerisch und Büffel jagend. Tatsächlich entwickelte sich diese Lebensform jedoch erst nach der Einführung des europäischen Pferdes in Amerika.

So dominant diese Bilder in der Vorstellung der Öffentlichkeit auch sein mögen, waren die Kulturen der Great Plains keineswegs die einzige Tradition in Nordamerika.

In den verschiedenen Gebieten des Kontinents waren auch völlig andere Sitten und Bräuche zu finden. Von den Urwäldern im Osten und durch die Grasebenen im Zentrum über die Rocky Mountains und die gemäßigten Regenwälder im Westen bis hin zur Polarwüste im Norden: Die Bevölkerungen dieser vier Regionen legen dar, wie unterschiedlich und dynamisch die Kulturen Nordamerikas immer schon waren und bis heute geblieben sind, trotz Unterdrückung und Zerstörung.

Die ausgestellten Objekte zeigen, dass traditionelle Materialien und Formen noch immer benutzt und hergestellt werden. Nichtsdestoweniger werden Anpassungen und Innovationen auch weiterhin eingeführt. In der heutigen Zeit kommen weitere indigene Identitäten über neue Medien zum Ausdruck und finden sich auf Objekten wie Baseballkappen mit der Aufschrift „Native Pride“ oder auf nationalen Fahnen mit Symbolen zu Stammesidentität wieder. Die Wiener Sammlung präsentiert exemplarisch sowohl alte als auch sich verändernde Traditionen.

 

Teilnahme: € 4 (zzgl. Museumseintritt)

 

Mehr Informationen unter:

www.weltmuseumwien.at/programm/Nordamerikaner

Kontaktdaten E-Mail:  info@weltmuseumwien.at

Kontaktdaten Telefonnr.:   +43 1 534 30-5052 /-5053