Frau liest Studienpräsentation

Brainworker veröffentlichte eine Studie zum Thema „Kulturelle Vielfalt in Unternehmen“. Bei der empirischen Untersuchung zum Umgang mit kultureller Diversität in Unternehmen in Österreich wurden erstmals Personalverantwortliche zum Status-quo sowie zu den Chancen und Herausforderungen in Bezug auf kulturelle Vielfalt befragt.

Globalisierung, Zuwanderung, Migration, Fluchtbewegungen und auch Expatriates tragen unter anderem dazu bei, dass sich unsere Gesellschaft verändert und auch kulturell vielfältiger wird. Diese Realität stellt vielfältige (neue) Anforderungen an sämtliche Handlungsfelder von Unternehmen, birgt aber gleichzeitig viel Potential für Innovationen.

Diversität bietet ein großes Themenfeld und wird von Unternehmen aktuell kaum im gesamten Umfang bearbeitet. Da die ethnische und kulturell-religiöse Heterogenität der Gesellschaft zunimmt, betrifft kulturelle Diversität aber alle MitarbeiterInnen, Führungskräfte und auch das Top-Management eines Unternehmens. Diese zunehmende Vielfalt erfordert Maßnahmen in sämtlichen internen und externen Handlungsfeldern und birgt dabei gleichzeitig ungeahntes Potential.

Inwiefern (international tätige) Unternehmen in Österreich kulturelle Diversität bereits als Chance verstehen, mit welchen Herausforderungen sie dabei konfrontiert sind und welche Maßnahmen zum Umgang mit kultureller Diversität bereits gesetzt werden, wurde nun erstmals durch das Beratungs- & Kommunikationsunternehmen brainworker untersucht.

Bei einer empirischen Untersuchung zum Umgang mit kultureller Diversität in Unternehmen in Österreich hat brainworker in Kooperation mit der Vienna Insurance Group (VIG) 105 Personalverantwortliche in Unternehmen mittels Online-Fragebogen befragt. Ziel der Befragung war es, neben dem Status-quo, zu erheben, welche Chancen und Herausforderungen in Bezug auf kulturelle Vielfalt erkannt werden. Die Studie liefert erstmals Erkenntnisse zur Relevanz von Diversität in Unternehmen sowie detaillierte Ergebnisse über den Umsetzungsgrad einzelner Maßnahmen zu kultureller Vielfalt in den Bereichen Recruiting, Führung, Personalentwicklung, Employer Branding, Strategie, Onboarding, Berichtswesen und Auslandsentsendungen.

Die Ergebisse zeigen deutlich, dass kulturelle Vielfalt in verschiedenen Unternehmensbereichen thematisiert und als Chance anerkannt wird, aber nicht in den Führungsetagen angekommen ist. So sieht mehr als die Hälfte (51 %) der befragten Unternehmen in der mangelnden Akzeptanz von Führungskräften die größte Herausforderung für die Umsetzung von Maßnahmen zu kultureller Diversität. Gleichzeitig gaben rund 70 % an, durch kulturell unterschiedliche Perspektiven Innovationschancen zu erkennen und kulturelle Vielfalt in der Personalführung für wichtig zu halten.

Die Key Findings im Überblick

Recruiting

  • 78 % aller befragten Unternehmen halten das Thema kulturelle Vielfalt im Recruiting für sehr bzw. eher relevant.
  • 55 % der Unternehmen setzen bereits auf interkulturelle Schulungen ihrer Recruiting MitarbeiterInnen.
  • Lediglich 10 % der Unternehmen fordern bereits anonyme Lebensläufe. Der Großteil, nämlich knapp 80 %, spricht sich klar gegen diese Maßnahme aus.

Führung

  • Mehr als die Hälfte (51 %) der befragten Unternehmen sieht in der mangelnden Akzeptanz von Führungskräften die größte Herausforderung für die Umsetzung von Maßnahmen zu kultureller Diversität.
  • 70 % gaben an, durch kulturell unterschiedliche Perspektiven Innovationschancen zu erkennen und kulturelle Vielfalt in der Personalführung für wichtig zu halten.

Personalentwicklung

  • 40% der befragten Unternehmen setzen bereits Maßnahmen zur Steigerung von kultureller Vielfalt im Management.
  • 35 % bieten ihren MitarbeiterInnen freiwillige Trainings zu interkultureller Kompetenz an.

Employer Branding

  • 64 % der befragten Unternehmen halten die Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt im Employer Branding für relevant.

Strategische Ausrichtung

  • 28 % planen die Umsetzung einer Diversitätsstrategie, die die kulturelle Vielfalt aktiv berücksichtigt.
  • Eine/n Diversitätsbeauftragte/n gibt es in 38 % der teilnehmenden Unternehmen.

Onboarding

  • Das Thema kulturelle Vielfalt im Onboarding halten 58 % aller befragten Unternehmen für relevant.
  • Ein Viertel (25 %) der teilnehmenden Organisationen setzt bereits auf interkulturelle Trainings als Teil des Onboarding-Prozesses.

Berichtswesen & Kommunikation

  • Rund die Hälfte der befragten Unternehmen hält die Behandlung von kultureller Vielfalt im Berichtswesen für relevant und dokumentiert bereits Maßnahmen zu kultureller Diversität in bestehenden Geschäfts- bzw. Nachhaltigkeitsberichten.
  • Weitere 14% planen die Erstellung eines eigenständigen Diversitätsberichts zusätzlich zum bestehenden Geschäftsbericht.

Auslandsentsendungen

  • 67 % der Unternehmen, die Auslandsentsendungen durchführen, setzen Maßnahmen zum Wissensmanagement und Austausch um.
  • Die kulturelle Vorbereitung von Expatriates erachten 40 % als wichtig und schulen ihre MitarbeiterInnen entsprechend.

Detailergebnisse sowie Handlungsempfehlungen zum Umgang mit kultureller Vielfalt in Unternehmen finden Sie auf der eigenen Studien-Website unter www.kulturellevielfalt2018.at.

Fotocredits: brainworker

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